Praxiswissen für perfekte Ergebnisse
Vom Folienkleben bis zur Druckdatei: Alle Anleitungen, Tipps und Techniken für professionelle Montage und fehlerfreie Druckdaten. Schritt für Schritt erklärt.
Klebefolien verkleben
Die fachgerechte Verklebung entscheidet über Haltbarkeit und Optik. Zwei Methoden stehen zur Wahl: trocken für kleine Flächen, nass für große.
Werkzeuge & Material
Schritt 1: Untergrund vorbereiten
Der Untergrund muss sauber, trocken, fettfrei und staubfrei sein. Reinigen Sie mit Isopropanol oder Silikonentferner. Haushaltsreiniger hinterlassen Tenside, die die Haftung beeinträchtigen. Warten Sie nach der Reinigung 10 Minuten, bis alles vollständig getrocknet ist.
Methode A: Trockenverklebung
Ideal für Flächen bis ca. 1 m² und für Folien mit Luftkanalkleber. Schnell, aber weniger fehlertolerant.
- Folie an gewünschter Position ausrichten und mit Kreppband an der Oberkante fixieren (Scharniertechnik).
- Trägerpapier an der Oberkante ca. 10 cm ablösen und umknicken.
- Freigelegte Klebefläche mit dem Filzrakel fest andrücken – von der Mitte nach außen.
- Trägerpapier schrittweise in 10-cm-Abschnitten nach unten abziehen und jeweils sofort rakeln.
- Gesamte Fläche nochmals mit festem Druck nachrakeln – besonders Kanten und Ecken.
Methode B: Nassverklebung
Empfohlen für Flächen ab 1 m². Die Folie lässt sich auf dem Wasserfilm verschieben und exakt positionieren.
- Applikationsflüssigkeit herstellen: 1 Liter Wasser + 3–5 Tropfen Spülmittel. Nicht zu viel – sonst haftet die Folie gar nicht mehr.
- Oberfläche und Klebseite der Folie großzügig einsprühen.
- Folie auflegen und auf dem Wasserfilm in die exakte Position schieben.
- Mit dem Filzrakel das Wasser von der Mitte nach außen herausdrücken.
- Kanten besonders sorgfältig rakeln – hier sammelt sich das meiste Wasser.
- 24–48 Stunden trocknen lassen, bevor die Folie mechanisch belastet wird.
Welche Methode für welche Folie?
| Folientyp | Empfohlene Methode | Hinweis |
|---|---|---|
| Monomer Folie (kurzfristig) | Trocken oder Nass | Luftkanalkleber – einfach zu verarbeiten |
| Polymer Folie (mittelfristig) | Trocken oder Nass | Dimensionsstabiler, weniger Schrumpf |
| Cast/Gegossene Folie (langfristig) | Nass empfohlen | Dünn und konturierbar, ideal für Rundungen |
| Laminat-/Schutzfolie | Nass empfohlen | Auf die bedruckte Folie aufrakeln |
Fenster- & Glasfolien
Glasflächen bieten perfekte Haftung – aber nur wenn sie richtig vorbereitet werden. Hier gelten besondere Regeln für Milchglasfolien und Sichtschutz.
Glasflächen vorbereiten
Glas mit Glasreiniger und fuselfreiem Tuch reinigen. Anschließend mit Isopropanol nachreinigen, um alle Rückstände zu entfernen. Besonders Fensterrahmen-Dichtungen und Ecken gründlich säubern – dort sitzt Staub, der unter die Folie wandert.
Milchglasfolie / Glasdekorfolie
- Glas reinigen und großzügig mit Applikationsflüssigkeit einsprühen (Nassverklebung ist Pflicht bei Glasfolien).
- Folie vom Trägerpapier lösen – Klebseite ebenfalls einsprühen.
- Folie auf das Glas legen und in Position schieben.
- Mit dem Gummirakel (nicht Kunststoff!) das Wasser von oben nach unten herausdrücken.
- Überstehende Folie mit dem Cuttermesser am Glasrand abschneiden – 2 mm Abstand zum Rahmen lassen.
- Kanten nochmals fest andrücken.
Durchsichtfolie / One-Way-Vision
Lochfolien (One-Way-Vision) ermöglichen von innen die Durchsicht, von außen sieht man das Druckmotiv. Die Montage erfolgt immer von außen auf die saubere Glasfläche. Nassverklebung empfohlen.
Bodenfolien & Bodengrafiken
Bodenfolien werden mechanisch stark beansprucht. Die richtige Montage und ein Anti-Rutsch-Laminat sind entscheidend für Sicherheit und Haltbarkeit.
Geeignete Untergründe
| Untergrund | Geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| Fliesen (glatt, versiegelt) | Ja | Fugen vorher mit Rakel überbrücken |
| Laminat / Parkett (versiegelt) | Ja | Lack muss intakt sein |
| Beton (geschliffen/versiegelt) | Ja | Nicht auf rohem Beton – zu porös |
| Teppich / Teppichboden | Nein | Keine Haftung möglich |
| PVC / Vinyl-Boden | Ja | Gut geeignet, glatte Oberfläche |
Montage Schritt für Schritt
- Boden reinigen: Kehren, saugen, feucht wischen, vollständig trocknen lassen.
- Position markieren: Fläche mit Kreppband oder Kreide markieren.
- Folie auflegen: Trägerpapier schrittweise abziehen. Bei Bodenfolien immer trocken verkleben.
- Fest rakeln: Mit hartem Kunststoffrakel unter starkem Druck von der Mitte nach außen arbeiten.
- Anti-Rutsch-Laminat: Bei allen begehbaren Bodengrafiken zwingend erforderlich.
KFZ-Beschriftung & Car Wrapping
Fahrzeugbeklebung erfordert Erfahrung und die richtigen Materialien. Gegossene Cast-Folien sind Pflicht – kalandrierte Folien schrumpfen auf Rundungen.
Warum Cast-Folien für Fahrzeuge?
Fahrzeugkarosserien haben Rundungen, Sicken und Vertiefungen. Gegossene (Cast) Folien sind extrem dünn (ca. 50 µm), hochflexibel und lassen sich um Kurven und in Vertiefungen legen. Kalandrierte Folien sind dicker, steifer und schrumpfen bei Wärmeeinwirkung.
Vorbereitung Fahrzeug
- Waschen: Fahrzeug gründlich waschen und trocknen. Keine Wachsrückstände.
- Entfetten: Alle zu beklebenden Flächen mit Isopropanol abwischen.
- Temperatur: Fahrzeug und Folie sollten auf 18–22 °C temperiert sein.
- Demontage: Türgriffe, Außenspiegel-Kappen und Zierleisten möglichst demontieren.
Verklebungstechnik
KFZ-Beschriftung erfolgt grundsätzlich trocken mit Heißluftföhn-Unterstützung. Die Folie wird erwärmt (ca. 60–70 °C), um sie um Rundungen zu legen.
10+ Jahre Haltbarkeit
50 µm dünn, kein Schrumpf, konturierbar, für alle Fahrzeugformen. Höherer Preis, aber deutlich besseres Ergebnis.
Schrumpft nach Monaten
80–100 µm dick, Rückstellkraft, löst sich an Kanten und Rundungen. Nur für ebene Kurzzeit-Beschriftungen geeignet.
Banner & Planen montieren
Banner werden gespannt, nicht geklebt. Die richtige Befestigung sorgt für eine glatte Oberfläche und lange Haltbarkeit – auch bei Wind und Wetter.
Befestigungsarten im Überblick
| Konfektionierung | Befestigung mit | Einsatz |
|---|---|---|
| Ösen (Metall, alle 50 cm) | Kabelbinder, Ösenspanner, S-Haken | Standard – Fassade, Zaun, Gerüst |
| Hohlsaum (oben/unten) | Stange oder Seil durchziehen | Straßenüberspannung, Hallenbanner |
| Keder (6 mm / 10 mm) | In Kederschiene einziehen | Leuchtrahmen, Spannrahmen, Displays |
| Offen (ohne Konfektionierung) | Klemmprofil, Schrauben | Plattenmontage, Rahmensysteme |
PVC-Banner mit Ösen aufhängen
- Befestigungspunkte messen: Abstand der Ösen auf dem Banner messen und auf der Montagefläche markieren.
- Oben beginnen: Immer zuerst die obere Kante befestigen – das Banner hängt dann gerade.
- Gleichmäßig spannen: Von der Mitte nach außen arbeiten. Das Banner soll straff sein, aber nicht verzerrt.
- Untere Ösen fixieren: Leichte Spannung nach unten – nicht zu stark.
- Spannung prüfen: Das Banner soll bei Wind leicht schwingen können, aber nicht flattern.
Meshbanner / Netzplanen
Meshbanner haben eine perforierte Struktur und sind winddurchlässig. Sie werden überall dort eingesetzt, wo starke Windlasten auftreten: Bauzäune, Fassaden, Gerüste.
Schilder & Platten montieren
Alu-Dibond, Forex, Acrylglas – jedes Material hat eigene Montageanforderungen. Hier die wichtigsten Methoden für Innen und Außen.
Montage-Methoden
| Methode | Geeignet für | Optik | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Abstandshalter (Edelstahl) | Alu-Dibond, Acrylglas | Premium – schwebt vor der Wand | Mittel |
| Schienensystem | Alle Platten | Unsichtbar – Platte hängt bündig | Mittel |
| Doppelseitiges Klebeband | Forex, leichte Platten | Unsichtbar – direkt auf Wand | Einfach |
| Schrauben (Bohrungen) | Alu-Dibond, Hohlkammer | Sichtbar – industrieller Look | Einfach |
Abstandshalter-Montage (Premium-Variante)
- Bohrlöcher markieren: Die Löcher in der Platte als Schablone nutzen.
- Wanddübel setzen: Passend zum Untergrund (Beton: Schwerlastdübel, Gips: Hohlraumdübel).
- Gewindebolzen einschrauben: Die Bolzen der Abstandshalter in die Dübel drehen.
- Platte aufsetzen: Platte über die Bolzen schieben und mit den Edelstahl-Zierköpfen fixieren.
Materialspezifische Hinweise
Alu-Dibond: Sehr stabil und formstabil, perfekt für Außenbereich. Kann gebohrt, geschraubt und geklebt werden.
Forex (PVC-Hartschaum): Leicht und preiswert, aber nur für Innenbereich. Wird bei direkter Sonneneinstrahlung weich.
Acrylglas: Edel und transparent, aber bruchempfindlich. Beim Bohren nur mit Spezialbohrer.
Roll-Ups & Display-Systeme
Roll-Ups sind in 60 Sekunden aufgebaut – wenn man weiß wie. Und genauso wichtig: wie man sie wieder einrollt, ohne das Banner zu beschädigen.
Roll-Up aufbauen
- Kassette auf ebenen Boden stellen. Die Unterseite hat Gummifüße.
- Standfuß ausklappen: Den Fuß nach hinten klappen, bis er einrastet.
- Stützstange zusammenstecken: Teleskopstange aus der Kassette entnehmen und die Segmente ineinander stecken.
- Banner herausziehen: Vorsichtig und gleichmäßig an der Oberkante ziehen. Nicht ruckartig!
- Oberkante einhaken: Die Klemmleiste am oberen Bannerende in die Aufnahme der Stützstange einhängen.
- Stange in Halterung stecken: Das untere Ende der Stützstange in die vorgesehene Öffnung stecken.
Roll-Up einrollen (wichtig!)
- Stützstange aus der Halterung lösen.
- Oberkante des Banners aushaken.
- Banner langsam und kontrolliert in die Kassette zurückführen. Die Feder zieht von selbst – nur mit der Hand bremsen.
- Stützstange zerlegen und in die Kassette legen.
- In der mitgelieferten Tragetasche transportieren.
Messewände, Pop-Ups & Beachflags
Messesysteme sind für schnellen Auf- und Abbau konzipiert. Trotzdem gibt es Tricks, die den Aufbau einfacher und das Ergebnis besser machen.
Pop-Up Messewand (magnetisch)
- Gestell entfalten: Die Scheren-Konstruktion vorsichtig auseinanderziehen, bis sie einrastet.
- Magnetleisten prüfen: An den senkrechten Streben befinden sich Magnetleisten. Sicherstellen, dass alle sauber sind.
- Paneele aufsetzen: Die bedruckten Panels von der Mitte nach außen auf die Magnetleisten setzen.
- Halogenspots anbringen: Falls mitgeliefert – die Spots oben auf die Streben klicken.
Textil-Messewand (Spannrahmen SEG)
SEG steht für „Silicone Edge Graphics“ – der Textildruck hat einen Silikonkeder am Rand, der in eine Nut im Rahmen gedrückt wird.
- Rahmen zusammenstecken (Steckverbindungen).
- Textil an einer Ecke beginnen – Silikonkeder in die Nut drücken.
- Rundum weiterarbeiten: erst oben komplett, dann Seiten, zuletzt unten.
- Das Textil soll straff sitzen, aber nicht verzerrt sein.
Beachflags aufbauen
- Mast zusammenstecken: Glasfaser-Segmente ineinander stecken. Festes Drehen bis zum Anschlag.
- Fahne aufziehen: Den Fahnenschlauch über den Mast ziehen – Spitze zuerst.
- Unten fixieren: Je nach Untergrund den passenden Fuß verwenden.
- Mast in den Fuß stecken und Fahne spannen.
| Beachflag-Fuß | Einsatz | Gewicht |
|---|---|---|
| Kreuzfuß | Indoor, windstill | ca. 2 kg |
| Bodenplatte (rund) | Outdoor, leichter Wind | ca. 15 kg |
| Erdspieß | Wiese, Erde | ca. 0,5 kg |
| Wassertank-Fuß | Outdoor, starker Wind | bis 30 kg (gefüllt) |
Aufkleber & Sticker anbringen
Kleine Fläche, aber exakte Arbeit. Aufkleber mit Konturschnitt erfordern sorgfältiges Entgittern und präzises Aufbringen.
Aufkleber mit Transferfolie (Schriftzüge, Logos)
- Oberfläche reinigen – fettfrei, staubfrei, trocken.
- Position bestimmen: Aufkleber mit Kreppband provisorisch fixieren. Abstand messen, Wasserwaage nutzen.
- Transferfolie vorbereiten: Den Aufkleber auf einer glatten Fläche mit dem Rakel überrakeln.
- Trägerpapier abziehen: In flachem Winkel abziehen. Wenn der Aufkleber hängen bleibt: nochmal rakeln.
- Aufkleben: Aufkleber mit Transferfolie auflegen und von der Mitte nach außen andrücken.
- Transferfolie abziehen: In flachem Winkel langsam abziehen.
Aufkleber ohne Transferfolie (Einzelsticker)
Bei größeren Einzelstickern: Eine Ecke des Trägerpapiers ablösen, Ecke an der gewünschten Stelle fixieren, dann schrittweise den Rest abziehen und andrücken.
DTF-Transfers pressen
DTF-Transfers werden mit einer Heißpresse auf Textilien übertragen. Die richtigen Einstellungen für Temperatur, Druck und Zeit sind entscheidend.
Benötigte Ausrüstung
Pressparameter
| Parameter | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Temperatur | 160–170 °C | Nicht über 175 °C |
| Druck | Mittel bis fest (3–4 bar) | Gleichmäßig über die Fläche |
| Presszeit | 15–20 Sekunden | Erste Pressung |
| Abzug | Kalt oder lauwarm | Vollständig abkühlen lassen |
| Nachpressen | 5 Sekunden mit Backpapier | Optional – verbessert Haltbarkeit |
Schritt für Schritt
- Presse vorheizen auf 160–170 °C.
- Textil vorbereiten: Auf die Pressplatte legen, glatt streichen. Mit Fusselrolle Fasern entfernen.
- Vorpressen: Textil 3–5 Sekunden ohne Transfer vorpressen.
- Transfer auflegen: Bedruckte Seite nach unten auf das Textil legen. Exakt positionieren.
- Pressen: Presse schließen, 15–20 Sekunden bei mittlerem bis festem Druck.
- Abziehen: Presse öffnen, Transfer kalt oder lauwarm abziehen.
- Nachpressen (optional): Backpapier auf den Transfer legen, 5 Sekunden nachpressen.
Geeignete Textilien
| Material | Geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| Baumwolle 100% | Ja – ideal | Beste Haftung und Haptik |
| Baumwoll-Mischgewebe | Ja | Bis 50% Polyester-Anteil |
| Polyester 100% | Ja, mit Anpassung | Temperatur auf 150 °C reduzieren |
| Nylon / Softshell | Bedingt | Hitzeempfindlich – 140 °C |
Beste Ergebnisse
Transfer vollständig abkühlen lassen, dann abziehen. Farben sind brillanter, Kanten sauberer, Haltbarkeit höher.
Schneller, aber riskanter
Transfer sofort abziehen. Schneller, aber die Kanten können sich lösen. Nur für großflächige Motive.
Poster, Leinwände & Leuchtrahmen
Von der einfachen Posterschiene bis zum beleuchteten Leuchtrahmen – so hängen Sie Ihre Drucke professionell auf.
Poster aufhängen
| System | Optik | Für |
|---|---|---|
| Posterschiene (Alu-Klemmleiste) | Modern, minimalistisch | Wechselnde Poster |
| Magnetrahmen | Clean, rahmenlos | Schaufenster, Büros |
| Bilderrahmen (Holz/Alu) | Klassisch | Dekoration, Empfang |
| Klebeband (doppelseitig) | Unsichtbar | Leichte Poster bis A2 |
Leinwand Canvas (Keilrahmen)
Canvas-Drucke auf Keilrahmen sind sofort aufhängefertig. An der Rückseite befindet sich eine Aufhängevorrichtung. Einfach einen Nagel in die Wand setzen und aufhängen. Bei großen Formaten (ab 80 × 60 cm) zwei Befestigungspunkte verwenden.
LED-Leuchtrahmen
- Rahmen montieren: Leuchtrahmen mit den Wandhalterungen an der Wand befestigen.
- Druckmedium einsetzen: Die bedruckte Textilgrafik hat einen Silikonkeder. Diesen rundherum in die Nut drücken.
- Stromanschluss: Netzkabel in die nächste Steckdose.
- Fertig: Die LEDs leuchten die Grafik gleichmäßig von hinten aus.
Pflege & Haltbarkeit
Professionelle Druckprodukte halten Jahre – wenn sie richtig gepflegt werden. Hier die wichtigsten Tipps für maximale Lebensdauer.
Haltbarkeit nach Produkt
| Produkt | Indoor | Outdoor | Pflegehinweis |
|---|---|---|---|
| Monomer Klebefolie | 5+ Jahre | 2–3 Jahre | Nicht mit Hochdruckreiniger |
| Polymer Klebefolie | 7+ Jahre | 5–7 Jahre | UV-Laminat empfohlen |
| Cast Folie | 10+ Jahre | 8–10 Jahre | Premium-Haltbarkeit |
| PVC-Banner (510g) | 5+ Jahre | 3–5 Jahre | Bei Verschmutzung abwaschen |
| Alu-Dibond | 10+ Jahre | 7–10 Jahre | Wetterfest, UV-beständig |
| Forex (PVC-Schaum) | 5+ Jahre | Nicht geeignet | Nur Indoor! |
Reinigungstipps
- ✓ Folien & Schilder: Mit weichem Tuch und mildem Seifenwasser abwischen.
- ✓ Banner: Mit Gartenschlauch absprühen. Kein Hochdruckreiniger.
- ✓ Acrylglas: Nur mit Mikrofasertuch und Acrylglasreiniger. Kein Glasreiniger!
- ✓ Textildrucke: Nicht nass reinigen. Staub mit weicher Bürste entfernen.
- ✓ DTF-Textilien: Links waschen, max. 60 °C, kein Trockner.
Druckdaten-Ratgeber
Perfekte Druckdaten sind die Grundlage für perfekte Druckergebnisse. Von Farbräumen bis Auflösung – hier erfahren Sie alles Wichtige.
Druckdaten richtig anlegen
Eine professionelle Druckdatei ist die Grundlage für ein perfektes Druckergebnis. Wer ein paar Grundregeln beachtet, spart Zeit, Geld und Nerven.
Das Endformat ist entscheidend
Legen Sie Ihre Druckdaten immer im bestellten Endformat an – also in der Größe, die das fertige Produkt haben soll. Bei einem Banner von 200 × 100 cm ist Ihre Druckdatei also genau 200 × 100 cm groß.
Farbmodus: CMYK oder RGB?
Die meisten unserer Produkte werden im CMYK-Farbraum gedruckt. Legen Sie Ihre Daten daher in CMYK an. Ausnahme: Sublimationsdruck auf Textil (Beachflags, Messewände) – diese werden in RGB angeliefert.
Auflösung
Für den Großformatdruck empfehlen wir 150 dpi im Endformat. Ab ca. 5 m² Druckfläche reichen 75 dpi. Der Grund: Großformatdrucke werden aus der Entfernung betrachtet.
Kurzübersicht: Die wichtigsten Regeln
- ✓ Daten im Endformat anlegen
- ✓ CMYK-Farbraum (Ausnahme: Textil = RGB)
- ✓ 150 dpi im Endformat (75 dpi ab 5 m²)
- ✓ Schriften in Pfade umwandeln
- ✓ Wichtige Elemente min. 5 cm vom Rand
- ✓ PDF als bevorzugtes Dateiformat
Farbmodus: CMYK vs. RGB
Der richtige Farbmodus entscheidet über die Farbwiedergabe Ihres Druckprodukts. Falsch angelieferte Daten können zu Farbabweichungen führen.
CMYK – der Standard im Druck
CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz). Es ist ein subtraktives Farbmodell – die Farben entstehen durch Mischung auf dem Druckmedium. Praktisch alle Digitaldruck-Verfahren arbeiten im CMYK-Farbraum.
RGB – das Farbmodell des Bildschirms
RGB steht für Rot, Grün, Blau. Es ist ein additives Farbmodell. Der RGB-Farbraum ist größer als CMYK und kann Farben darstellen, die im Druck nicht erreichbar sind (z.B. leuchtende Neon-Töne).
Wann nutze ich was?
| Druckverfahren | Farbmodus | Produkte |
|---|---|---|
| Eco-Solvent / UV-Druck | CMYK | Banner, Folien, Poster, Schilder |
| Latex-Druck | CMYK | Tapeten, Textilbanner |
| Sublimationsdruck | RGB | Beachflags, Messewände, Stoffbanner |
| DTF (Direct-to-Film) | CMYK | DTF Meterware |
CMYK für Bannerdruck
Farben werden exakt so gedruckt wie angelegt. Tiefes Schwarz und satte Farben sind gewährleistet.
RGB für Bannerdruck
Farben werden automatisch nach CMYK konvertiert. Leuchtende Töne werden matter. Schwarz kann einen Farbstich bekommen.
Auflösung im Großformat
Im Großformatdruck gelten andere Regeln als im klassischen Offsetdruck. 300 dpi brauchen Sie hier nicht – und sollten Sie auch nicht anliefern.
Warum weniger dpi reichen
Ein Poster an der Wand wird aus 1–2 Metern betrachtet. Eine Bauzaunplane aus 5 Metern. Je größer der Betrachtungsabstand, desto weniger Auflösung brauchen Sie.
Unsere Empfehlungen
| Druckfläche | Betrachtungsabstand | Auflösung |
|---|---|---|
| Bis 1 m² (z.B. Poster A1) | 0,5 – 1 m | 150 dpi |
| 1 – 5 m² (z.B. Roll-Up, Banner) | 1 – 3 m | 100 – 150 dpi |
| 5 – 20 m² (z.B. Bauzaunbanner) | 3 – 10 m | 75 dpi |
| Über 20 m² (z.B. Fassade) | 10+ m | 40 – 75 dpi |
Daten im Maßstab anlegen
Wenn Ihre Datei zu groß wird (z.B. 10 × 5 Meter), können Sie im Maßstab 1:10 arbeiten. Dann muss die Auflösung verzehnfacht werden.
Beispiel: 75 dpi im Endformat, Datei im Maßstab 1:10 → 75 × 10 = 750 dpi
Beschnittzugabe & Sicherheitsabstand
Zwei Konzepte, die häufig verwechselt werden – aber entscheidend sind für ein perfektes Ergebnis.
Beschnittzugabe (Anschnitt / Bleed)
Die Beschnittzugabe ist ein zusätzlicher Rand um das Endformat, der nach dem Schnitt wegfällt. Ohne Beschnitt können weiße Ränder („Blitzer“) entstehen.
Wann brauche ich Beschnitt?
| Produkt | Beschnitt nötig? | Wie viel? |
|---|---|---|
| Banner & Planen | Nein | Im Endformat anlegen |
| Klebefolien (rechteckig) | Nein | Im Endformat anlegen |
| Konturschnitt (Aufkleber) | Ja | 3 mm umlaufend |
| Plattendruck (Alu-Dibond, Forex) | Ja | 3 mm umlaufend |
| Roll-Ups & Displays | Nein | Im Endformat anlegen |
Sicherheitsabstand (Safe Zone)
Der Sicherheitsabstand ist der Mindestabstand wichtiger Inhalte vom Rand. Bei Bannern und Planen gilt: min. 5 cm Abstand. Bei Schildern genügen 3–5 mm.
Text mit 5 cm Abstand
Alle Inhalte sind vollständig sichtbar, auch bei Ösen und Hohlsäumen. Professionelles Ergebnis.
Text direkt am Rand
Texte und Logos werden von Ösen, Säumen oder Befestigung verdeckt. Wirkt abgeschnitten.
Schriften richtig einbetten
Nicht eingebettete Schriften sind einer der häufigsten Fehler. Die Lösung ist einfach.
Das Problem: Fehlende Schriften
Wenn Sie eine Schriftart verwenden, die auf unserem System nicht installiert ist, wird diese durch eine Standardschrift ersetzt. Das Ergebnis: Ihr Layout verschiebt sich, die Typografie stimmt nicht mehr.
Lösung 1: Schriften in Pfade umwandeln
| Programm | So geht’s |
|---|---|
| Adobe Illustrator | Text markieren → Schrift → In Pfade umwandeln (Strg/Cmd + Shift + O) |
| Adobe InDesign | Text markieren → Schrift → In Pfade umwandeln |
| CorelDRAW | Text markieren → Objekt → In Kurven konvertieren (Strg + Q) |
| Affinity Designer | Text markieren → Ebene → In Kurven konvertieren |
Lösung 2: Schriften einbetten (PDF)
Beim PDF-Export können Sie die Schriftdaten direkt in die Datei einbetten. Die meisten Programme machen das bei PDF/X-3 oder PDF/X-4 Export automatisch.
So prüfen Sie Ihre PDF-Datei
Öffnen Sie Ihr PDF in Adobe Acrobat: Datei → Eigenschaften → Schriften. Dort sehen Sie alle verwendeten Schriften und ob sie eingebettet sind.
Dateiformate: PDF, AI, EPS & Co.
Welches Dateiformat ist das richtige? Ein Überblick mit klarer Empfehlung.
| Format | Typ | Empfehlung | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Universell | ⭐ Empfohlen | Bestes Format. PDF/X-3 oder PDF/X-4 verwenden. | |
| .AI | Vektor | Sehr gut | Adobe Illustrator. Schriften in Pfade umwandeln. |
| .EPS | Vektor | Gut | Älteres Universalformat für Vektoren. |
| .PSD | Pixel | Gut | Adobe Photoshop. Für pixelbasierte Layouts. |
| .JPG | Pixel | Akzeptabel | Komprimiert. Maximale Qualität verwenden (95–100%). |
| .PNG | Pixel | Für DTF | Verlustfrei. Unterstützt Transparenz. |
| .TIFF | Pixel | Gut | Verlustfrei, große Dateien. |
PDF-Export: Die idealen Einstellungen
- ✓ Standard: PDF/X-3 oder PDF/X-4
- ✓ Farbraum: CMYK (bzw. RGB bei Sublimation)
- ✓ Schriften: Alle einbetten oder in Pfade umwandeln
- ✓ Bilder: Nicht unter 150 dpi komprimieren
DTF-Druckdaten erstellen
Direct-to-Film (DTF) hat besondere Anforderungen: Transparenz, Weißkanal, keine Spiegelung. Hier erfahren Sie alles Wichtige.
Was ist DTF?
Beim DTF-Verfahren wird Ihr Motiv auf eine Transferfolie gedruckt – zuerst die Farbe (CMYK), dann eine weiße Schicht als Unterlage. Der fertige Transfer wird mit einer Heißpresse auf Textil übertragen.
Besonderheiten bei DTF-Daten
1. Gespiegelte Daten
Sie müssen Ihre Daten NICHT spiegeln. Das erledigen wir automatisch. Liefern Sie Ihr Motiv in der normalen, lesbaren Ausrichtung an.
2. Transparenz statt weißer Hintergrund
Das ist der wichtigste Punkt: Ihr Motiv muss einen transparenten Hintergrund haben. Der weiße Unterleger wird automatisch generiert. Ein weißer Hintergrund wird als weißes Rechteck gedruckt – das ist nicht gewünscht.
PNG mit transparentem Hintergrund
Nur das Motiv wird gedruckt. Der Weißkanal folgt exakt der Motivform. Kein ungewollter weißer Rahmen.
JPG mit weißem Hintergrund
Das gesamte Rechteck wird gedruckt – inklusive weißem Rahmen. Sieht aus wie ein Aufkleber.
3. Dateiformat: PNG oder PDF
Für DTF empfehlen wir PNG (unterstützt Transparenz) oder PDF mit transparentem Hintergrund. JPG ist nicht geeignet.
4. Auflösung
Da DTF-Transfers aus nächster Nähe betrachtet werden, empfehlen wir mindestens 200 dpi, besser 300 dpi.
5. Rollenbreite beachten
Unsere DTF-Meterware hat eine Rollenbreite von 60 cm (56 cm bedruckbar). Ihr Motiv darf also maximal 56 cm breit sein. Die Länge ist flexibel.
✓ CMYK-Farbraum
✓ Min. 200 dpi (besser 300 dpi)
✓ NICHT spiegeln (machen wir)
✓ Max. 56 cm Breite
ICC-Farbprofile
Farbprofile sorgen für eine konsistente Farbwiedergabe vom Bildschirm bis zum Druck. Wer es richtig macht, erlebt keine Überraschungen.
Was ist ein ICC-Profil?
Ein ICC-Profil beschreibt, wie ein Gerät Farben darstellt. Es ist eine „Übersetzungstabelle“ zwischen verschiedenen Geräten. Wenn Ihr Monitor ein Blau zeigt und der Drucker dasselbe Blau drucken soll, braucht es ein gemeinsames Verständnis – das ICC-Profil.
Welches Profil soll ich verwenden?
| Anwendung | Empfohlenes ICC-Profil |
|---|---|
| CMYK-Daten für Digitaldruck | ISO Coated v2 (FOGRA39) |
| RGB-Daten (allgemein) | sRGB IEC61966-2.1 |
| RGB-Daten (erweitert) | Adobe RGB (1998) |
| Fotos für Druck | sRGB |
Muss ich ein Profil einbetten?
Ja, idealerweise. Ein eingebettetes ICC-Profil teilt unserem System mit, wie die Farben zu interpretieren sind. Die meisten Programme betten das Profil beim PDF-Export automatisch ein.
Die Wahrheit über Farbverbindlichkeit
Trotz aller Farbprofile gibt es im Digitaldruck keine 100%ige Farbverbindlichkeit. Farben können je nach Material, Tinte und Druckverfahren leicht variieren. Sonderfarben (Pantone, HKS, RAL) können im CMYK-Druck nur angenähert werden.